nach einem Monat Pause sind wir nun wieder mit einem neuen Newsletter für Sie da. Auch wenn der Sommer offiziell zu Ende ist, verwöhnt uns der Himmel mit bestem Wetter, was sich vorletzte Woche eindeutig auf die Stimmung der Besucher der diesjährigen REHACARE auswirkte und uns die Messezeit versüßte.
In diesem Monat geben wir Ihnen unseren Messeeindruck der REHACARE weiter und informieren Sie rund um das Thema Brailledruck. Des Weiteren stellen wir Ihnen unseren Leiter des technischen Service und einen der führenden Brailledruckspezialisten, Herrn Harry Braun vor.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns wie immer auf Ihre Rückmeldungen.
Vom 26. – 29. September öffneten sich auch in diesem Jahr die Tore der internationalen Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, der REHACARE in Düsseldorf. Auch unser Papenmeier Messeteam war mit geballter Fachkompetenz und unseren Produkten am alljährlichen Platz, dem Gemeinschaftsstand mit der DZB, der deutschen Zentralbücherei für Blinde, dabei.
Die REHACARE gehört seit vielen Jahren zu den Pflichtterminen, bei denen wir interessierten Besuchern persönlich Rede und Antwort stehen und ihnen unsere Produkte im Live-Betrieb vorstellen. Auch in diesem Jahr waren unser Fachbereichsleiter Herr Behrendt und unsere Medizinproduktberater Herr Berg, Herr Rapp und Herr Eckhardt für die Besucher und ihre Fragen da.
Die diesjährige Messe kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. So kamen an den vier Messetagen rund 50.600 Besucher, die sich bei 967 Ausstellern aus 42 Ländern über diverse Themen des Bereichs Rehabilitation und Pflege informierten. Auch wenn diese Zahlen sehr beeindruckend sind, war jedoch unser Eindruck, dass es in diesem Jahr weniger Besucher für den Bereich Blind und Sehbehindert auf der REHACARE gab. Wo die Gründe hierfür lagen, können wir nicht beurteilen.
Im Vorfeld haben wir unsere Kunden der Region NRW zu der Messe eingeladen und im Rahmen dessen ca. 450 Eintrittsgutscheine verteilt. Wir haben uns über den regen Besuch von Stammkunden, die sich über Neuerungen bei Papenmeier erkundigten, sehr gefreut. Außerdem haben sich unterstützte Pflegeschülergruppen intensiv an unserem Stand über ihre zukünftigen Herausforderungen im Umgang mit blinden oder stark sehbehinderten Menschen informiert. Dank des reichen Erfahrungsschatzes unserer informativen Medizinprodukteberater vor Ort konnten sie sich schnell ein besseres Bild davon machen, mit welchen Herausforderungen Sehbehinderte sowohl im Alltag als auch vor allem im Arbeitsmarkt konfrontiert werden.
Ein weiteres Highlight an unserem Stand war der Besuch der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in NRW, Frau Claudia Middendorf zusammen mit der frisch ernannten Landesbeauftragten für barrierefreie IT in Hessen, Frau Prof.Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten. Sie informierten sich über Herausforderungen und Neuerungen im Bereich der Hilfsmitteltechnik am Arbeitsplatz für Blinde und Sehbehinderte bevor sie zum Themenstand „NRW inklusiv“ des Landes Nordrheinwestfalen weitereilten.
Vom 18.-21. September 2019 wird die REHACARE wieder in der Messe Düsseldorf stattfinden und wir werden Sie an altbekannter Stelle in Halle 5 mit unserem Team erwarten.
Ausdrucke in Braille, braucht man das heute wirklich noch? Angesichts der Tatsache, wie umständlich Brailledruck lange Zeit war und welchen Umfang Brailleausdrucke annehmen, scheint diese Frage in einer Zeit fortschreitender Technisierung berechtigt. Braillezeilen sind schlanker und leichter geworden, lassen sich gut transportieren und an viele Geräte anschließen, selbst einige Ebookreader lassen sich inzwischen mit Braillezeilen betreiben. Warum also sollte man sich noch mit Brailledruck aufhalten?
Wir bei Papenmeier beschäftigen uns seit vielen Jahren mit den verschiedenen Möglichkeiten zum Ausdruck von Dokumenten in Braille. Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick darüber geben, wie Brailledruck heute aussieht und warum physische Dokumente in Braille nach wie vor wichtig und notwendig sind.
Brailledruck früher und heute
Obwohl es Brailledrucker bereits recht lange gibt, war der Brailledruck doch lange Zeit eine Sache für Spezialisten. Die Geräte brauchten viel Platz, waren extrem laut und langsam und vor allem war technisches Wissen notwendig, um sie korrekt anzusteuern und zu bedienen.
Dies änderte sich erst Anfang der Neunziger Jahre, als die schwedische Firma Index mit dem Everest und dem Basic eine neue Generation Brailledrucker auf den Markt brachte. Sie verfügten über ein einfaches, sprachgesteuertes Interface und waren auch ohne spezielles technisches Knowhow zu bedienen. Noch weiter vereinfacht wurde der Brailledruck, seitdem RTFC Anfang des neuen Jahrtausends in Version 5.1 auch die Unterstützung für Braille implementierte und damit das einfache Konvertieren von Textdokumenten etwa aus Word und anderen Textverarbeitungsprogrammen in Braille ermöglichte.
Auch wenn die Geräte noch immer relativ laut sind und der Druck auch zeitaufwendiger ist als derjenige von Schwarzschrift, so unterscheidet sich die grundsätzliche Bedienung heute kaum noch voneinander. Moderne Brailledrucker lassen sich einfach per USB-Schnittstelle an den PC anschließend und verfügen auch über drahtlose Verbindungsmöglichkeiten, die es ermöglichen vom Tablet oder Smartphone zu drucken. Ebenso sind die Benutzerinterfaces der Brailledrucker heute wesentliche einfacher gestaltet und lassen sich ähnlich intuitiv bedienen wie diejenigen der Schwarzschriftdrucker.
Brailledokumente sind immer noch wichtig
Foto: Steffen Heizereder, BuB
Die technischen Möglichkeiten haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, der Brailledruck ist schneller, leiser und einfacher geworden, der Umfang allerdings, den Brailledokumente annehmen hat sich kaum geändert. Punktschrift benötigt mehr Platz als Schwarzschrift. Passen auf eine Normseite in Schwarzschrift ungefähr 1500 Zeichen, so sind es bei Punktschrift nur knapp die Hälfte. Selbst unter Verwendung der Kurzschrift kann so aus seinem durchschnittlichen 300-Seiten-Roman in Schwarzschrift schnell ein Ungetüm von vier bis sechs Bänden im Format 27 x 34 cm bei einer Dicke von rund 7 cm werden – mit dem entsprechenden Gewicht, denn Papier für den Brailledruck ist ungefähr doppelt so dick wie für die Schwarzschrift. Dennoch sind Brailledokumente auch im Zeitalter mobiler elektronischer Braillelesegeräte nach wie vor von großer Bedeutung.
Ein wichtiger Bereich sind hier sämtliche Träger öffentlicher Gewalt, also etwa die Bundes- und Landesbehörden, denn nach dem deutschen Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) §10 Abs.1 Satz 2 haben blinde und sehbehinderte Menschen das Recht, sämtliche Bescheide, Vordrucke oder Verträge in einer für sie wahrnehmbaren Form zu erhalten. Neben Großschrift umfasst dies natürlich auch die Übertragung in Punktschrift.
Ebenso sind physische Brailledokumente in Schulen und in der Ausbildung von großer Bedeutung, unterstützen sie doch das sichere Erlernen der Punktschrift besser als elektronische Brailledarstellungsgeräte und können Informationen schnell und unkompliziert vermitteln. Außerdem unterscheidet sich wie auch bei der Schwarzschrift das Lesen auf dem Papier deutlich vom Lesen am Bildschirm. Eine Braillezeile stellt je nach Größe nur 40 bis 80 Zeichen dar um den Text über, unter bzw. neben den dargestellten Zeichen lesen zu können, muss erst über Tasten an der Braillezeile oder auf der Tastatur dorthin navigiert werden. In einem physischen Brailledokument ist es dagegen wesentlich einfacher und schneller, zwischen den Zeilen hin und her zu wechseln oder einfach ein paar Seiten vor oder zurück zu blättern. Darüber hinaus ist es auch geräuschlos, denn auch bei modernen elektronischen Braillelesegeräten ist der Zeichenwechsel deutlich zu hören – im Gegensatz zur Hand, die über das Papier gleitet.
Brailledrucker von Papenmeier
Der Vertrieb und die Wartung von Brailledruckern gehören seit vielen Jahren zum Leistungsportfolio von Papenmeier. Wir beraten unsere Kunden bei der Auswahl der Geräte, unterstützen bei der Installation und Einrichtung und sind Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist uns ebenso wichtig, wie die regelmäßige Schulung unserer Mitarbeiter durch die jeweiligen Hersteller der Geräte. So stellen wir sicher, dass wir stets auf dem aktuellen Stand der Technik sind und unseren Kunden den besten Service bieten können.
Weitere Informationen
Sie erwägen die Anschaffung eines Braille-Druckers für Ihr Unternehmen oder wünschen eine Beratung über die Vorteile und Möglichkeiten des Brailledrucks? Wir beraten Sie gerne. Kontaktieren Sie uns unter
Im vorangegangenen Artikel haben wir Ihnen den modernen Brailledruck und seine Darseinsberechtigung in unserer heutigen, hoch technisierten Umwelt dargestellt. Seit mehr als 20 Jahren gehören Brailledrucker zum festen Leistungsportfolio von Papenmeier. Geballte Kompetenz zu diesem und anderen technischen Anliegen kann Ihnen jederzeit unser Leiter des technischen Service Herr Harry Braun beantworten, den wir Ihnen hier näher vorstellen möchten.
Welche Aufgaben haben Sie während Ihrer Zeit bei Papenmeier schon übernommen bzw. haben Sie aktuell?
Braun: Angefangen habe ich bei Papenmeier vor über 25 Jahren im Bereich der PC-Installation von Hard- und Software. Nach der Service-Betreuung ausländischer, englischsprachiger Kunden habe ich die Leitung des technischen Service übernommen als der damalige Serviceleiter die Firma verließ. Des Weiteren bin ich schon seit einigen Jahren der Betriebsratsvorsitzende und übernehme hier aktiv die entsprechenden Aufgaben.
Welche grundsätzlichen Aufgaben erfüllen Sie in Ihrer Position?
Braun: In meiner Position koordiniere ich den Einsatz der Techniker bei den Kunden vor Ort. Des Weiteren führe ich neben den alltäglichen Bürotätigkeiten wie die Bestellung von Ersatzteilen und dem leidigen Schriftverkehr auch selbst einen großen Anteil an Reparaturen aus. Auch der telefonische Support für die Kunden macht mir großen Spaß.
Vor allem aber bin ich einer der wenigen deutschlandweiten Spezialisten für den Brailledruck. In dieser Funktion durfte ich auch schon mehrfach ins Ausland reisen, um Kunden bei großen Brailledruckprojekten zu unterstützen.
In der Funktion des Betriebsratsvorsitzenden muss ich mich vornehmlich um die Kommunikation zur Geschäftsleitung und die Terminierung von Betriebsratssitzungen und Geschäftsleitungstreffen kümmern sowie Einladungen an die Belegschaft zu bestimmten Terminen oder Aktionen kommunizieren. Ich bin also quasi Aushängeschild für die Belegschaftsbelange und interner Briefträger in einer Person (lacht).
Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Braun: Auf der einen Seite zunächst einmal wie in jeder Servicewerkstatt: Sichten von Mails und sonstiger Verwaltungskram, Planung und Umsetzung von eingegangenen Reparaturaufträgen, Planung der Techniker im Außeneinsatz, usw.
Allerdings ist mein Arbeitsalltag nicht so eintönig wie er jetzt klingen mag, denn auf der anderen Seite bin ich selbst auch regelmäßig im Außeneinsatz bei unseren Kunden und hier ist jede Situation neu und jede Herausforderung spontan und anders als die davor.
Was zeichnet Sie im Umgang mit Kunden aus?
Braun: Mit der Zeit habe ich ein sehr gutes Verständnis dafür entwickelt, was der jeweilige Kunde wirklich für ein technisches Problem hat, denn oftmals ist das nicht ganz so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint. Des Weiteren kann ich mit meiner ruhigen Art gut auf verärgerte Kunden eingehen und diese wieder auf die sachliche Ebene bringen. Wenn ein Kunde im technischen Service anruft hat er bestimmte Bedürfnisse, aber auch klare Erwartungen an Papenmeier und mich als Servicedienstleister. Indem ich versuche mich in die aktuelle Kundensituation hineinzuversetzen kann ich ihm auch ein besseres Verständnis entgegenbringen und ihm somit besser helfen.
Was treibt Sie täglich an?
Braun: Jeden Tag begegnen mir neue technische Herausforderungen und ich habe täglich Spaß daran diese technischen Probleme zu lösen. Außerdem bin ich gerne im Außeneinsatz und im direkten Umgang mit dem Kunden. Im Grunde ist mein Job für mich die perfekte Kombination, nicht nur Büro, nicht nur schreiben am Fließband und nicht nur Außendienst.
Was gefällt Ihnen an Papenmeier?
Braun: Mir gefällt die relativ familiäre Atmosphäre bei Papenmeier. Ich habe zu Zeiten des Seniorchefs angefangen, über seinen Sohn Günther bis heute zu Armin Papenmeier. Man ist also schon allein aufgrund der langen Firmenzugehörigkeit Teil der Papenmeier-Firmenfamilie und weder ich noch viele andere langjährige Mitarbeiter wären wohl nicht so lange dabei, wenn es nicht gut wäre bei Papenmeier zu arbeiten.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die großen Freiheiten, die man bei Papenmeier hat. Vieles kann ganz unbürokratisch selbst entschieden werden, ohne dass großartige Vorschriften Entscheidungen auf die lange Bank schieben. Das kann zwar auch manchmal im ersten Moment chaotisch sein, aber Papenmeier ist ganz sicher keine Behörde (lacht).
Gab es in den vergangenen Jahren für Sie persönlich besondere Momente bei Papenmeier?
Braun: Neben der Erleichterung die ein Kunde einen manchmal spüren lässt, wenn sein Problem behoben ist, sind für mich vor allem die Auslandseinsätze immer was Besonderes gewesen. Zum Beispiel durfte ich in Saudi-Arabien Teil eines Projektes sein, bei dem Kinder und Erwachsene aus Behindertenheimen in einer Imagebroschüre von Shell über ihr Leben berichten. Ziel war es eine Doppelseite in Brailledruck in die Broschüre zu integrieren. Meine Aufgabe war unter anderem den Redakteuren und Designern zu erklären was Brailledruck ist, welche Rahmenbedingungen bei der Produktion zu beachten sind und welcher Inhalt wie auf einer Doppelseite dargestellt werden kann.
Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen – persönlich und für den Bereich der Hilfsmittel?
Braun: Ich wünsche mir, dass Papenmeier weiterhin Marktführer im Bereich der Hilfsmitteltechnik für Blinde und stark Sehbehinderte bleibt. Hierzu werden ja auch immer neue, interessante Produkte entwickelt und ich freue mich schon darauf weiterhin in die Entwicklungen mit eingebunden zu werden und meine Expertise aus dem Bereich Reparatur und Wartung mit einzubringen.
Weitere Informationen
Für weitere Informationen zu Herrn Braun oder für Fragen zum technischen Service der Firma Papenmeier oder Brailledruckern steht Ihnen Herr Braun selbstverständlich gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie ihn unter
VFO, der Hersteller hinter den Programmen JAWS, ZoomText und Fusion firmiert seit dem 24. September 2018 nun unter dem neuen Firmennamen Vispero. Der Name Vispero soll die Firmenmentalität besser unterstreichen und ist eine Wortschöfung aus den beiden lateinischen Worten visio, deutsch: Anblick oder Idee, und spero, deutsch: Hoffnung.
Die Namensänderung hat keinen weiteren Effekt auf eines der Produkte des Unternehmens und ist eine reine Marketingmaßnahme.
Sollten Sie Fragen hierzu haben,stehen wir Ihnen jedoch gerne zur Verfügung.
Mit unserem Team und unseren Produkten nehmen wir über das Jahr verteilt an vielen Hilfsmittelausstellungen und Messen teil. Des Weiteren veranstalten wir regionale Infotage mit Vorträgen und Workshops, um Sie über die neuesten Themen und Techniken zu informieren. Die Veranstaltungsdaten finden Sie aktuell in unserem Veranstaltungskalender.
Wir bedanken uns für die Feedbacks und einige Neuanmeldungen zu unserem Newsletter. Für weitere Neuanmeldungen sowie ihr aktives Feedback verwenden Sie bitte unsere zentrale Newsletter-Mailadresse reha-news@papenmeier.de.
Selbstverständlich belohnen wir Ihre Rückmeldungen nach wie vor und verlosen jeweils zum Quartalsende unter allen Feedbackzuschriften einen Amazon-Gutschein über 20€. Mitarbeiter von Kostenträgern sind leider aus rechtlichen Gründen von der Aktion ausgeschlossen.
Bleiben Sie mit uns am Ball und lassen Sie sich regelmäßig von uns informieren.
Der Absender dieser E-Mail ist F.H. Papenmeier GmbH & Co. KG. - Impressum | Kontakt
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